Einleitung
Colmar Schulte-Goltz ist Kunsthistoriker, Galerist, Kurator und einem großen Fernsehpublikum als Kunstexperte aus der ZDF-Sendung Bares für Rares bekannt. Vor der Kamera begegnet er Gemälden, Skulpturen und anderen Kunstobjekten mit einer Mischung aus wissenschaftlicher Genauigkeit, ruhiger Neugier und verständlicher Sprache.
Seine öffentliche Bekanntheit ist eng mit dem Fernsehen verbunden, doch sein beruflicher Werdegang begann lange vor seinem ersten TV-Auftritt. Schulte-Goltz studierte Kunstgeschichte, arbeitete mit bedeutenden kulturellen Einrichtungen zusammen, war in der Lehre tätig und baute sich in Essen ein eigenes Profil als Galerist und Ausstellungsmacher auf.
Heute verbindet er mehrere Bereiche miteinander. Er beschäftigt sich mit historischen Kunstwerken, begleitet zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler, entwickelt Ausstellungen und erklärt einem breiten Publikum, worauf es bei der Beurteilung von Kunst ankommt.
Im Überblick
Colmar Schulte-Goltz gehört zu den Fachleuten, die sich nicht auf eine einzige Aufgabe im Kunstbetrieb beschränken. Er beschäftigt sich wissenschaftlich mit Kunstwerken, entwickelt Ausstellungskonzepte, begleitet Kunstschaffende, verfasst Texte und vermittelt kunsthistorisches Wissen.
Gerade diese Verbindung verschiedener Tätigkeiten macht seinen beruflichen Weg interessant. Ein Kunsthistoriker untersucht die geschichtliche Bedeutung eines Werkes. Ein Kurator entwickelt Zusammenhänge zwischen mehreren Arbeiten. Ein Galerist vertritt Kunstschaffende und bringt ihre Werke mit Sammlern und Interessierten zusammen.
Als Fernsehexperte muss Schulte-Goltz all diese Kenntnisse schließlich in wenigen Minuten nachvollziehbar erklären. Dabei geht es nicht nur darum, einen möglichen Marktwert zu nennen. Ebenso wichtig sind Herkunft, Entstehungszeit, Technik, Zustand und kunsthistorische Bedeutung eines Objekts.
Zu seinem genauen Geburtsjahr finden sich unterschiedliche Angaben. Einige Darstellungen nennen 1973, andere 1974. Da keine eindeutig bestätigte öffentliche Angabe vorliegt, sollte diese biografische Einzelheit vorsichtig behandelt werden.
Frühe Kunstbegeisterung
Die Beschäftigung mit Kunst scheint bei Colmar Schulte-Goltz nicht erst während des Studiums begonnen zu haben. Verschiedene biografische Darstellungen berichten von einer familiären Verbindung zum Sammeln und Handeln mit Kunst.
Eine solche familiäre Umgebung kann den Blick für Objekte früh prägen. Wer mit Gemälden, Skulpturen, Möbeln oder kunsthandwerklichen Gegenständen aufwächst, lernt häufig, genauer hinzusehen. Material, Herkunft, handwerkliche Qualität und Zustand erscheinen dann nicht nur als technische Einzelheiten, sondern als Teile einer Geschichte.
Bei Schulte-Goltz entwickelte sich daraus ein Beruf, der wissenschaftliche Arbeit und persönliche Leidenschaft miteinander verbindet. Sein Interesse richtet sich dabei nicht allein auf historisch bekannte Meisterwerke. Auch die Entdeckung und Förderung zeitgenössischer Positionen nimmt in seiner Arbeit einen wichtigen Platz ein.
Seine spätere Karriere zeigt, dass er Kunst nicht nur betrachten, sondern auch vermitteln wollte. Er beschäftigt sich damit, weshalb ein Werk entstanden ist, welche Botschaft es trägt und wie es in seiner jeweiligen Zeit verstanden wurde.
Studium in Bochum
Die fachliche Grundlage seiner Karriere legte Colmar Schulte-Goltz mit einem Studium der Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Er schloss das Studium mit dem akademischen Grad Magister Artium ab.
Ein kunsthistorisches Studium verlangt weit mehr als das Erkennen bekannter Künstlernamen. Studierende lernen, Werke nach Epoche, Stil, Technik und gesellschaftlichem Hintergrund zu untersuchen. Dazu kommen die Auswertung historischer Quellen, die Beschäftigung mit Architektur, Bildsprache und Fragen der Zuschreibung.
Dieses methodische Wissen ist später besonders dann wichtig, wenn ein Werk nicht vollständig dokumentiert ist. Eine schwer lesbare Signatur, eine ungewöhnliche Rahmung oder eine spätere Überarbeitung können die Einschätzung erheblich beeinflussen.
Schulte-Goltz konnte auf dieser wissenschaftlichen Grundlage sowohl seine Galeriearbeit als auch seine spätere Tätigkeit vor der Kamera aufbauen. Sein Studium gab ihm die Werkzeuge, um Kunst nicht nur nach persönlichem Geschmack, sondern nach nachvollziehbaren Kriterien zu beurteilen.
Berufliche Anfänge
Nach dem Studium sammelte Schulte-Goltz Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen des Kunstbetriebs. Biografische Darstellungen nennen unter anderem Tätigkeiten für die Staatsgalerie Stuttgart sowie projektbezogene Arbeiten für das Museum Folkwang.
Beide Einrichtungen stehen für einen professionellen und wissenschaftlich geprägten Umgang mit Kunst. Die Arbeit in einem Museum unterscheidet sich zwar von der Tätigkeit in einer kommerziellen Galerie, doch beide Bereiche verlangen genaue Recherche, organisatorische Fähigkeiten und einen sicheren Blick für die Wirkung von Kunstwerken.
Für den späteren Galeristen dürfte diese Phase besonders wertvoll gewesen sein. Sie vermittelte Einblicke in museale Standards, Ausstellungsplanung und die kunsthistorische Einordnung von Objekten.
Gleichzeitig entwickelte sich ein berufliches Profil, das nicht nur auf Marktkenntnis, sondern auch auf wissenschaftlicher Beschäftigung mit Kunst beruhte. Diese Kombination ist später zu einem wichtigen Merkmal seiner öffentlichen Arbeit geworden.
Arbeit als Dozent
Zwischen 2002 und 2006 war Colmar Schulte-Goltz als Dozent an der Ruhr-Universität Bochum tätig. Damit kehrte er an jene Hochschule zurück, an der er zuvor selbst Kunstgeschichte studiert hatte.
Die Lehrtätigkeit zeigt eine weitere Seite seiner beruflichen Entwicklung. Wer Studierenden kunsthistorische Themen vermittelt, muss komplexe Zusammenhänge klar strukturieren und nachvollziehbar erklären können.
Es genügt nicht, Fachwissen zu besitzen. Entscheidend ist die Fähigkeit, andere Menschen an Beobachtungen und Argumentationen heranzuführen. Genau diese Stärke ist später auch bei seinen Fernsehauftritten zu erkennen.
Schulte-Goltz beschreibt ein Objekt meist nicht nur anhand seines möglichen Wertes. Er erklärt, woran eine Entstehungszeit erkennbar ist, welche Bedeutung eine Darstellung besitzt oder weshalb Zweifel an einer Zuschreibung angebracht sind.
Der Weg zum Galeristen
Im Jahr 2002 etablierte Colmar Schulte-Goltz gemeinsam mit Oliver Noelte den kunst-raum schulte-goltz+noelte in Essen.
Der Schritt in die Selbstständigkeit bedeutete, wissenschaftliches Wissen mit unternehmerischer Verantwortung zu verbinden. Eine Galerie benötigt ein überzeugendes künstlerisches Programm, verlässliche Kontakte und die Fähigkeit, langfristige Beziehungen zu Künstlern, Sammlern und kulturellen Einrichtungen aufzubauen.
Hinzu kommt die Verantwortung für Ausstellungen. Werke müssen ausgewählt, sinnvoll angeordnet, beschrieben und öffentlich vermittelt werden. Gute Galeriearbeit besteht deshalb nicht allein aus dem Verkauf einzelner Bilder.
Sie schafft einen Raum, in dem sich Publikum und Kunst begegnen können. Für Schulte-Goltz wurde die Galerie damit zu einem Ort, an dem er seine kunsthistorische Ausbildung mit praktischer Kulturarbeit verbinden konnte.
Die Galerien in Essen
Essen ist der wichtigste Standort im beruflichen Leben von Colmar Schulte-Goltz. Neben dem kunst-raum ist sein Name auch mit der galerie goltz an der philharmonie verbunden.
Die Lage im Ruhrgebiet ist für diese Arbeit bemerkenswert. Die Region besitzt eine vielfältige Kulturlandschaft mit Museen, Kunstvereinen, ehemaligen Industrieanlagen und internationalen Ausstellungsorten.
In diesem Umfeld treffen historische Sammlungen, industrielle Vergangenheit und Gegenwartskunst unmittelbar aufeinander. Essen bietet damit einen passenden Rahmen für Galerien, die sich nicht nur auf bekannte Namen konzentrieren, sondern auch neue künstlerische Positionen präsentieren.
Schulte-Goltz nutzt seine Galerieräume nicht ausschließlich als Verkaufsorte. Seine Arbeit umfasst kuratierte Ausstellungen, Künstlergespräche und die Präsentation unterschiedlicher Medien. Malerei spielt eine wichtige Rolle, doch auch Fotografie, Skulptur und Installation finden ihren Platz.
Zeitgenössische Kunst
Ein wesentlicher Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf zeitgenössischer Kunst. Seine Galerien präsentieren etablierte Positionen ebenso wie Kunstschaffende, deren Werk noch entdeckt werden kann.
Dabei geht es nicht ausschließlich um dekorative Wirkung. Viele zeitgenössische Arbeiten beschäftigen sich mit gesellschaftlichen, politischen, persönlichen oder historischen Fragestellungen.
Für einen Galeristen bedeutet die Förderung zeitgenössischer Kunst oft langfristige Arbeit. Eine künstlerische Laufbahn entsteht selten durch eine einzige Ausstellung. Sie entwickelt sich durch wiederholte Präsentationen, Publikationen, Messeauftritte und Kontakte zu Museen oder Sammlungen.
Schulte-Goltz begleitet diesen Prozess und hilft dabei, künstlerische Positionen sichtbar zu machen. Seine Arbeit zeigt, dass ein Galerist nicht nur Verkäufer, sondern auch Vermittler und Förderer sein kann.
Arbeit als Kurator
Als Kurator entwickelt Colmar Schulte-Goltz Ausstellungen und bringt Kunstwerke in einen bewusst gestalteten Zusammenhang. Dabei muss er entscheiden, welche Arbeiten miteinander korrespondieren, welche Gegensätze produktiv wirken und wie Besucher durch eine Ausstellung geführt werden.
Kuratorische Arbeit bleibt für das Publikum häufig unsichtbar. Hinter einer Ausstellung stehen jedoch zahlreiche Entscheidungen. Dazu gehören die Auswahl der Künstler, die Reihenfolge der Werke, Beleuchtung, Wandtexte und der räumliche Aufbau.
Jede dieser Entscheidungen beeinflusst, wie Kunst wahrgenommen wird. Ein Bild kann allein anders wirken als in direkter Nachbarschaft zu einem anderen Werk. Auch der Abstand, die Höhe der Hängung und die Beleuchtung verändern den Eindruck.
Schulte-Goltz bringt in diese Arbeit sowohl kunsthistorische Kenntnisse als auch praktische Erfahrung ein. Dadurch kann er Ausstellungen entwickeln, die nicht nur optisch ansprechend, sondern auch inhaltlich nachvollziehbar sind.
Junge Kunst
Neben seiner Galeriearbeit wird Schulte-Goltz auch mit der Förderung junger Kunst in Verbindung gebracht. Dieser Tätigkeitsbereich passt zu seinem Interesse an Künstlerinnen und Künstlern, die noch nicht überall bekannt sind, aber eine eigenständige Bildsprache besitzen.
Junge Kunst zu kuratieren verlangt Offenheit und Risikobereitschaft. Bei einem berühmten Namen ist die öffentliche Aufmerksamkeit meist bereits vorhanden. Bei weniger bekannten Kunstschaffenden muss ein Kurator genauer begründen, weshalb eine Position relevant ist.
Schulte-Goltz bewegt sich damit zwischen kunsthistorischer Rückschau und aktiver Mitgestaltung der Gegenwart. Er bewertet nicht nur, was bereits in der Kunstgeschichte anerkannt ist, sondern beteiligt sich daran, neue Werke sichtbar zu machen.
Diese Förderung kann für junge Künstler entscheidend sein. Eine professionell kuratierte Ausstellung schafft Aufmerksamkeit und ermöglicht Kontakte zu Sammlern, Museen und anderen kulturellen Einrichtungen.
Fachliche Publikationen
Seine kunsthistorische und kuratorische Tätigkeit findet sich auch in Ausstellungskatalogen und Publikationen wieder. Er wirkte als Autor, Herausgeber oder fachlicher Begleiter an verschiedenen Veröffentlichungen mit.
Die Themen reichen von Malerei und Installation bis zu Video, Objektkunst und grafischen Arbeiten. Solche Katalogtexte erfüllen eine wichtige Funktion.
Sie dokumentieren Ausstellungen, ordnen Werke ein und bewahren Informationen, die nach dem Ende einer Präsentation sonst verloren gehen könnten. Gleichzeitig ermöglichen sie eine vertiefte Beschäftigung mit den gezeigten Künstlerinnen und Künstlern.
Damit zeigt sich, dass Schulte-Goltz nicht nur mündlich, sondern auch schriftlich zur Vermittlung von Kunst beiträgt. Seine Arbeit bleibt dadurch über einzelne Ausstellungen und Fernsehsendungen hinaus nachvollziehbar.
Bares für Rares
Einem großen Publikum wurde Colmar Schulte-Goltz durch Bares für Rares bekannt. Seit der Staffel 2015 beziehungsweise 2016 gehört er zum Kreis der Sachverständigen, die eingereichte Objekte prüfen, kunsthistorisch einordnen und einen realistischen Schätzwert nennen.
Die Sendung verbindet Unterhaltung mit Fachwissen. Besitzer bringen Gegenstände mit, über deren Herkunft oder Wert sie häufig nur wenig wissen. Bevor ein Objekt in den Händlerraum gelangt, wird es von einem Experten untersucht.
Schulte-Goltz wird vor allem bei Gemälden, Skulpturen und kunsthistorisch interessanten Objekten eingesetzt. Dabei muss er erkennen, ob Material, Stil, Signatur und Alter zusammenpassen.
Zugleich erklärt er seine Einschätzung so, dass auch Zuschauer ohne kunsthistorische Ausbildung folgen können. Gerade diese verständliche Vermittlung hat ihn zu einem beliebten Gesicht der Sendung gemacht.
Begutachtung vor der Kamera
Bei einer Begutachtung schaut Schulte-Goltz nicht nur auf das Motiv eines Bildes. Wichtig sind auch die Maltechnik, der Bildträger, der Rahmen, mögliche Beschädigungen, die Signatur und die Rückseite.
Alte Aufkleber, Stempel oder handschriftliche Notizen können Hinweise auf Herkunft und frühere Besitzer geben. Auch die verwendeten Materialien helfen dabei, eine mögliche Entstehungszeit einzugrenzen.
Eine überzeugende Expertise trennt Beobachtung und Vermutung. Ist eine Signatur vorhanden, muss geprüft werden, ob sie zeitgleich mit dem Bild entstanden sein könnte.
Passt der Malstil nicht zum angeblichen Künstler, darf ein bekannter Name nicht ungeprüft übernommen werden. Gerade bei vermeintlich bedeutenden Werken ist diese kritische Distanz unverzichtbar.
Verständliche Erklärungen
Eine besondere Stärke von Colmar Schulte-Goltz ist seine ruhige und anschauliche Sprache. Er behandelt die eingelieferten Gegenstände respektvoll, selbst wenn sich die Hoffnung auf einen berühmten Künstler nicht bestätigt.
Das ist für eine Fernsehsendung entscheidend. Hinter jedem Objekt steht eine persönliche Geschichte. Manche Bilder stammen aus einem Familiennachlass, andere wurden auf einem Flohmarkt entdeckt oder über Jahrzehnte aufbewahrt.
Eine fachliche Korrektur muss deshalb deutlich, aber nicht herablassend formuliert werden. Schulte-Goltz vermittelt häufig, dass auch ein finanziell weniger wertvolles Werk interessant sein kann.
Kunsthistorische Bedeutung, handwerkliche Qualität und persönliche Erinnerung lassen sich nicht immer auf dieselbe Geldsumme reduzieren. Diese differenzierte Haltung macht seine Auftritte glaubwürdig.
Besondere TV-Momente
Seine Auftritte zeigen gelegentlich, wie persönliche Erfahrung und Fachwissen zusammentreffen. Bei einzelnen Gemälden konnte Schulte-Goltz nicht nur kunsthistorische Informationen liefern, sondern auch persönliche Kenntnisse zu dargestellten Orten oder künstlerischen Zusammenhängen einbringen.
Solche Momente machen Kunstvermittlung lebendig. Ein Gemälde erscheint dann nicht mehr als anonymer Gegenstand, sondern als Verbindung zwischen Künstler, realem Ort und heutiger Betrachtung.
Schulte-Goltz wirkt dabei selten bemüht, sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen. Seine Aufgabe bleibt die Erklärung des Werkes.
Gerade diese Konzentration auf das Objekt trägt zu seiner glaubwürdigen Präsenz vor der Kamera bei. Er begegnet Kunstwerken mit Aufmerksamkeit und vermittelt zugleich, dass auch Fachleute immer wieder Neues entdecken können.
Bedeutung für die Sendung
In Bares für Rares ergänzt Schulte-Goltz ein Expertenteam mit unterschiedlichen Fachgebieten. Während andere Sachverständige etwa Schmuck, Design, Technik oder historische Alltagsgegenstände bewerten, liegt seine besondere Stärke in der bildenden Kunst.
Seine Präsenz erfüllt dabei eine doppelte Funktion. Er liefert eine fachlich begründete Einschätzung für Verkäufer und Händler.
Gleichzeitig vermittelt er den Zuschauern Grundlagen des Sehens, Vergleichens und Einordnens. Dadurch lernen viele Menschen, bei Bildern genauer auf Signaturen, Materialien, Stil und Zustand zu achten.
Schulte-Goltz trägt damit dazu bei, dass Kunstgeschichte nicht als trockene Wissenschaft erscheint. In der Sendung wird sie unmittelbar mit konkreten Objekten und persönlichen Geschichten verbunden.
Kunst und Markt
Die Arbeit eines Galeristen und die Tätigkeit als TV-Gutachter berühren beide den Kunstmarkt, sind aber nicht identisch.
In einer Galerie geht es häufig um den langfristigen Aufbau künstlerischer Positionen. Bei einer Fernsehexpertise steht dagegen der aktuelle Wert eines einzelnen Objekts im Vordergrund.
Der Marktwert entsteht aus mehreren Faktoren. Künstlername, Seltenheit, Qualität, Zustand, Herkunft, Motiv und Nachfrage können den Preis beeinflussen.
Selbst zwei Werke desselben Künstlers müssen deshalb nicht annähernd gleich viel wert sein. Ein besonders gefragtes Motiv kann einen höheren Preis erzielen als eine weniger typische Arbeit.
Schulte-Goltz macht in seinen Bewertungen deutlich, dass ein bekannter Name allein nicht genügt. Erst wenn Zuschreibung, Qualität und Zustand überzeugend zusammenpassen, lässt sich eine belastbare Schätzung formulieren.
Privates bleibt privat
Über das Privatleben von Colmar Schulte-Goltz sind nur wenige verlässlich bestätigte Informationen öffentlich zugänglich. Seine eigenen Auftritte und offiziellen Darstellungen konzentrieren sich fast vollständig auf Kunst, Ausstellungen, Galerien und Fernsehen.
Angaben über eine Ehe, eine Partnerschaft oder Kinder sind nicht eindeutig öffentlich bestätigt. Deshalb wäre es unseriös, aus einzelnen Bildern, gemeinsamen beruflichen Auftritten oder unbelegten Internetbehauptungen private Beziehungen abzuleiten.
Diese Zurückhaltung passt zu seinem öffentlichen Profil. Schulte-Goltz ist bekannt, weil er Kunst erklärt und ausstellt, nicht weil er persönliche Lebensbereiche für die Öffentlichkeit inszeniert.
Sein Umgang mit Privatsphäre zeigt, dass öffentliche Bekanntheit nicht automatisch bedeutet, jedes persönliche Detail preiszugeben.
Was ihn auszeichnet
Colmar Schulte-Goltz verbindet wissenschaftliche Ausbildung, museale Erfahrung, Lehrtätigkeit, kuratorische Praxis, Galeriearbeit und Medienkompetenz.
Nur wenige Fachleute bewegen sich dauerhaft in all diesen Bereichen. Seine Wirkung entsteht nicht durch laute Auftritte.
Er überzeugt vielmehr durch Genauigkeit, eine erkennbare Freude an Kunst und die Fähigkeit, komplizierte Zusammenhänge auf das Wesentliche zu reduzieren.
Dabei vertritt er keinen engen Kunstbegriff. Historische Gemälde können ihn ebenso beschäftigen wie aktuelle Malerei, Fotografie, Skulptur oder Installation.
Diese Offenheit ermöglicht es ihm, Kunst als lebendiges Feld zu vermitteln und nicht nur als abgeschlossene Geschichte vergangener Epochen.
Fazit
Colmar Schulte-Goltz ist weit mehr als ein Fernsehexperte. Sein beruflicher Weg führte vom Studium der Kunstgeschichte über Tätigkeiten für Museen und die universitäre Lehre bis zur eigenen Galerie- und Kuratorenarbeit in Essen.
Durch Bares für Rares wurde sein Wissen einem breiten Publikum zugänglich. Dort zeigt er, dass eine fundierte Bewertung nicht mit einer schnellen Preisnennung beginnt, sondern mit genauem Hinsehen, Vergleichen und kritischem Prüfen.
Parallel bleibt er im aktiven Kunstbetrieb verankert. Er entwickelt Ausstellungen, begleitet zeitgenössische Künstler und schafft Räume, in denen Kunst betrachtet und diskutiert werden kann.
Gerade diese Verbindung von Forschung, Markt, Ausstellungspraxis und verständlicher Vermittlung prägt seine Karriere. Sie macht Colmar Schulte-Goltz zu einer unverwechselbaren Persönlichkeit der deutschen Kunstlandschaft.

